Gelungene Vorstellung an Weihnachten

Mit langandauerndem Applaus und der lautstarken Forderung nach Zugaben haben die Zuschauer des Konzertes des Musikvereins Otterbach die Leistungen aller Mitwirkenden quittiert.
Dabei begann das Konzert geruhsam, um nicht zu sagen melancholisch: Matthias Eichhorn präsentierte eine Eigenkomposition mit dem E-Cello: Bird #9. Der langsame Titel alleine war schon geeignet, dem Zuhörer unter die Haut zu gehen, zusammen mit der Inszenierung und Beleuchtung wurde aus der Eröffnung gleich ein großes Stück!
Danach betraten die Musiker die Bühne und leisteten unter der musikalischen Leitung von Paul L. Schütt bemerkenswertes. Ob bei den schmissigen Melodien des Marsches aus dem Film „1941“, den symphonischen Klängen von Bernsteins „West Side Story“ oder dem weihnachtlichen Adeste Fideles, die Instrumentalisten gaben alles und konnten den Stücken die unterschiedlichsten Klangfarben entlocken.


Nicht mehr zu halten waren aber Zuschauer und Musiker gleichermaßen bei den Stücken aus dem Big Band Repertoire, die durch die weiteren Stargästen des Abends erst zu dem großartigen Erfolg wurden: „Big Spender“ und „It’s not unusual“ mit Chrissi Steidel und Hajo Homm, die sich – wieder einmal – in die Herzen der Zuhörer sangen.
Nachdem auch der letzte Titel des ersten Programmteils durch den Moderator des Abends, Michael Graf gekonnt und kurzweilig angekündigt war, konnten die Musiker noch einmal die symphonische Ader ausleben. Mit dem Titel „Oregon“ in welchem der gleichnamige US-Staat porträtiert wurde, lieferte das Orchester eine Ankündigung dessen was noch kommen sollte. Schwunghafte Melodiebögen und abwechslungsreiche Rhythmen wurden von den Musikern klanglich und ausdrucksstark gemeistert.
Nach der Pause, in der sich die Konzertbesucher in gewohnter Weise mit Brezeln und Getränken stärken und schon mal die erste Hälfte Revue passieren lassen konnten, ging es mit weiteren Musicalklängen weiter: Ein Querschnitt aus dem „König der Löwen“ stimmte die Zuhörer wieder auf die Musik ein.
Swingend ging es danach mit verschiedenen Titeln von Robbie Williams‘ „Swing when you’re winning“ weiter, um dann beim nächsten Stück wieder Hajo Homm die Bühne als „Gigolo“ zu überlassen.
„Starlight Express“ überzeugte mit gefühlvollen Soli und geschmeidigem Orchesterklang.
Die letzten Titel des Programms wurden von Michael Graf stilecht anmodertiert, mit einem Revolverschuss ging es los in die Welt der Spione: James Bond gab sich musikalisch die Ehre! Zunächst in einer Suite mit der Musik aus vier 007-Filmen, dann als furioses Finale in einer modernen Inkarnation. Chrissi Steidel brillierte zu der Begleitung des Orchesters bei Adele Adkins‘ Titel „Skyfall“.
Der frenetische Schlussapplaus und die Dankesworte der Vorsitzenden Julia Laußmann an alle Helfer und Unterstützer konnten natürlich nur eine Folge haben: Eine Zugabe! Die gab es dann auch, mit „A Day of Hope“ erklangen wieder symphonische Klänge in der zum großen Konzertsaal verwandelten Turnhalle. Als der Beifall danach immer noch nicht abklingen wollte, gab es ein noch eine musikalische „Wegzehrung“, die allbekannten Melodien des „Bayerischen Defiliermarsches“ begleiteten die begeisterten Konzertbesucher nach Hause.

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