Einzigartiges Konzert - wenige Besucher

Ein besonderes Konzertereignis fand am 16. Mai in der Stadthalle Otterberg statt. Die Musikvereine aus Otterberg und Otterbach fanden sich, ganz im Sinne der politischen Fusion in der Wallonenstadt zusammen, um eine gemeinsame Gala der Blasmusik zu veranstalten.

Leider folgten der Einladung weniger Zuhörer in die Stadthalle, als man erhofft hatte. Doch die Anwesenden sollten ein erstklassiges Konzert der beiden Klangkörper genießen können. Allen voran der Verbandsbürgermeister Harald Westrich, der sogar seinen Urlaub unterbrochen hatte, um an diesem besonderen Termin anwesen sein zu können, erfreuten sich die Besucher an dem variationsreichen Melodienreigen, den der MV Harmonie Otterberg eröffnete. Dem traditionellen Einmarsch der Musiker unter der Leitung von Prof. Peter Arnold folgten weitere schmissige und eingängige Stücke. Viele bekannte Stücke aus den verschiedensten Stilrichtungen kamen hier zu Gehör, gekonnt dargeboten von dem Orchester aus Otterberg. Anhaltender Applaus verabschiedete die Lokalmatadoren in die Pause.

Nach der Pause eröffnete der Musikverein Otterbach unter der Interimsleitung von Dr. Frank Zeihsel mit der musikalischen Dichtung "Oregon", die eine Reise durch den amerikanischen Bundesstaat vor dem inneren Auge der Zuhörer entstehen ließ.

Solisten gestalteten auch verschiedene Stücke des Abends: so ließ Dr. Joachim Früh das "Tuba Concerto Espagnol" erklingen, bevor Norbert Christmann mit dem Bariton-Saxophon den "Stovepipe Stomp" mit seinem "Ofenrohr" gestaltete. Nicht zum ersten Mal, aber wie immer hervorragend brillierte Chrissy Steidel als Sängerin bei den Stücken "Big Spender" und "Skyfall", letzteres so gut gesungen, dass die in der Ansage

genannte Originalinterpretin völlig überflüssig wurde!

Nach diesen beiden unterschiedlichen Konzertteilen, war es an der Zeit die Fusion der Verbandsgemeinden auch musikalisch nachzuvollziehen: Unter der Leitung von Prof. Arnold musizierten die beiden Orchester gemeinsam: Neben dem Glottertaler Hornruf wurde der OBB-Marsch des Otterberger Dirigenten zu Gehör gebracht. Hierbei stand OBB entweder für Otterberger Bach-Marsch oder Otterbacher Berg-Marsch...

Bei den Abschiedsworten beider Orchestervorstände wurde deutlich, dass dies nicht das erste und letzte Konzert dieser Art gewesen sein soll. Bleibt nur zu wünschen, dass sich beim nächsten Mal weit weniger Musikfreunde dieses besondere Konzert entgehen lassen.